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Aktuelles aus dem VGL

Jeder konnte ein Opfer werden

Am 08. Mai hielt Pfarrer Johannes Hülser einen Vortrag am Veldenz Gymnasium zum Alltag unter den Nationalsozialisten in Offenbach-Hundheim

Diese beiden Schulstunden werden in Erinnerung bleiben: Pfarrer Hülser berichtete den Zehntklässlern des Veldenz Gymnasiums Lauterecken zum 8. Mai 1945 über nationalsozialistische Feste und Schulungen, aber auch über die Ausgrenzung von Behinderten und Juden in Offenbach.

Eindrucksvolle Bilder zeigten den Weg vom begeisterten Jugendlichen zum Soldaten in Uniform. Durch des Pfarrers Vortrag erfuhren die Jugendlichen von einer jüdischen Gemeinde, die in Offenbach aus Viehhändlern und Inhabern kleinerer Geschäfte bestand. Um 1802 war jeder vierte Bewohner der Stadt Jude. Und doch wurden diese Menschen ab 1933 immer mehr aus der Gemeinschaft ausgegrenzt, kam es in der Reichspogromnacht zu Plünderungen und Festnahmen. Mit Interesse hörten die Gymnasiasten Berichte über Rassekundeunterricht in der Schule und über einen Lehrer, der den Behörden unaufgefordert über seine Nachbarn berichtete. Einerseits sahen die Jugendlichen Bilder eines wunderbaren Erntefestes 1932, andererseits wurden bereits hier antijüdische Spruchbänder gezeigt.

Nach Vorstellung vieler Einzelschicksale erkannten die Zehntklässler: Die Freude der damaligen Jugendlichen über eine Uniform und über persönliche Anerkennung wandelte sich später in Trauer über den Tod von Verwandten, die im Krieg als Opfer Hitlers gefallen waren.